Lernen mit allen Sinnen – Exkursion in den Kölner Zoo
Im Januar machten sich unsere zweiten Klassen gemeinsam auf den Weg in den Kölner Zoo, um dort die Zooschule zu besuchen. Im Mittelpunkt stand dabei das Beobachten, Forschen und Entdecken von Tieren in ihrer Umgebung.
Die Klasse 2a beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „Sinne im Tierreich“. Zu Beginn erarbeiteten die Kinder im Klassenraum der Zooschule die Methode des genauen Beobachtens. Gemeinsam wurde besprochen, wie wichtig die Sinne Hören, Riechen und Sehen – sowohl für Tiere als auch für uns Menschen – sind.
Anschließend wurden die Kinder selbst zu kleinen Feldforscherinnen und Feldforschern: Ausgestattet mit Klemmbrett, Forscherprotokoll und Bleistift – echte Feldforscher nutzen wetterfeste Bleistifte – ging es quer durch den Zoo zu verschiedenen Gehegen. Dort beobachteten die Kinder unter anderem Erdmännchen, Geparden und Schweine und untersuchten, welche besonderen Sinnesleistungen diese Tiere besitzen und warum sie für ihr Leben so wichtig sind.
Die Beobachtungen hielten die Kinder direkt vor Ort in ihren Forscherprotokollen fest. Gemeinsam wurden die Ergebnisse anschließend ausgewertet. Dabei erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass die Sinne der Tiere perfekt an ihre jeweiligen Lebensbedingungen angepasst sind.
Passend zum Besuch der Zooschule begleitete unsere Sachkundelehrerin Frau Strudthoff die Klassen außerdem noch ins Aquarium. Dort erzählte sie den Kindern viele spannende Dinge über die Sinnesleistungen von Reptilien. Ein ganz besonderes Highlight war dabei die Begegnung mit der Pädagogikschlange des Zoos – einem Königspython, den die Kinder sogar aus nächster Nähe betrachten und vorsichtig anfassen durften.
Für viele Kinder war dies ein besonderes Erlebnis. Einige hatten zuvor vermutet, dass sich eine Schlange kalt oder glitschig anfühlen würde – umso größer war das Aha-Erlebnis, als sie merkten, dass sich die Haut ganz anders anfühlt als erwartet. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, mutig ihre Ängste zu überwinden und dem Tier ganz nah zu begegnen.
Dass Frau Strudthoff den Kindern diese besondere Erfahrung ermöglichen konnte, freut uns besonders: In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich für den Kölner Zoo und bringt ihre Begeisterung für Tiere und Natur direkt in den Unterricht ein.
Solche außerschulischen Lernorte machen Sachunterricht lebendig und nachhaltig. Denn Lernen wird besonders dann wertvoll, wenn Kinder Dinge nicht nur hören oder lesen, sondern selbst beobachten, erforschen und mit allen Sinnen erleben dürfen.
